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Große Resonanz für MINT-Projekt

Studierende haben wegen geänderter Abiturrichtlinien immer öfter Probleme mit mathematischen Grundlagen oder kennen physikalische Basisprinzipien nicht.

Die Universitäten schlagen Alarm. Gerade in den sogenannten MINT-Fächern, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kommen die Abiturientinnen und Abiturienten mit immer weniger Kenntnissen an die Unis – die Zahl der Studienabbrecher wächst. Am Gymnasium Groß Ilsede (GGI) hat nun die Schülervertretung (SV) reagiert: Speziell für Schüler des  Abiturjahrganges wird seit Beginn des Schuljahres eine AG „Anforderungen der Universität in den MINT-Fächern“ angeboten. Als Berater und Koordinator konnte die SV Thomas Stork, einen ehemaligen Mathematik- und Physiklehrer des GGI, gewinnen, der sich ehrenamtlich für das Projekt einsetzt und selbst auch referiert.

Volle Unterstützung erhält diese besondere AG auch von Schulleiterin Elke Heinzel. Heinzel lobt das Engagement der Schülervertretung: „Das Projekt halte ich für eine überzeugende Idee!“

Auch unter den Schülerinnen und Schülern findet die MINT-AG enorme Resonanz: 26 Teilnehmer sind regelmäßig bei den Sitzungen dabei! Seit Beginn des Schuljahres hat die SV bereits drei Referentinnen, allesamt  ehemalige Schülerinnen des GGI, zu Gast gehabt: Leonie Heinze, Doktorandin der Physik und Preisträgerin als beste Studentin der Universität Braunschweig, Judith Priebe mit abgeschlossenem Chemiestudium und Maschinenbaustudentin Marie Teichmann referierten vor den AG-Teilnehmern über ihre Erfahrungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Studium. Eingeladen sind weitere Ehemalige, die ein MINT-Fach studieren.

Die jungen Wissenschaftlerinnen und Studentinnen sind lebender Beweis dafür, dass Frauen den Männern in ihren ehemaligen „Domänen“ Technik und Naturwissenschaften längst ebenbürtig sind. Berater Stork ist besonders stolz darauf, gerade die drei Referentinnen am Gymnasium Groß Ilsede einst persönlich unterrichtet und betreut zu haben.

Bedauerlich findet Thomas Stork, dass AGs wie die am GGI nur selten durchgeführt werden können: „Obwohl diese  Projekte auch von den Universitäten gefördert werden, gibt es wegen des Lehrermangels viel zu wenig Lehrkräfte, um sie stattfinden zu lassen!“

Foto: Schüler berechnen gemeinsam mit Thomas Stork die Hangabtriebskraft auf verschiedenen Strecken.