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Allgemein

GGI beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Johanna Prediger gewinnt im Bundesfinale
des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen

Lateinerin vom Gymnasium Groß Ilsede überzeugt in Meißen

Bereits im Juni war Johanna Prediger am heimatlichen Gymnasium mit dem ersten Landespreis in der SOLO-Kategorie des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen geehrt worden. Mehr noch: sie hatte sich für das diesjährige Sprachenturnier der 65 Bundesbesten qualifiziert, das vom 26.-29. September in Meißen stattfand. War dies bereits ein herausragender Erfolg, so wuchs sie dort über die Erwartungen hinaus und sorgte für eine kleine Sensation: Sie gewann einen vom Deutschen Altphilologenverband gestifteten dritten Preis.

In Meißen warteten vier ereignisreiche Tage voller spannender Aufgaben, toller Begegnungen und viel Kreativität auf sie, wobei das Programm anspruchsvoller kaum sein konnte: Nach der Ankunft gab es nicht nur direkt eine Informationsveranstaltung zum Wettbewerbsablauf und einen kleinen Theaterworkshop, sondern am Abend gleich die Einführung in eine neue Sprache: Mittelhochdeutsch. Nach einem Exkurs in Sprachgeschichte und Ausspracheregeln folgte eine Vorstellung des Minnesangs, der am Folgetag noch wichtig werden sollte. Am Abend wurden in Gruppen bereits erste Ideen für Theaterstücke gesammelt, die am Freitag aufgeführt und zwischen den Programmpunkten geplant und geprobt werden sollten – eine Steilvorlage für die kreative und schreibbegeisterte Schülerin, die schon in der Landesausscheidung mit einem witzigen lateinischen Kurzfilm zur Göttin Minerva an allen anderen vorbeigezogen war und bereits 2017 im TEAM-Wettbewerb das Bundesfinale erreicht hatte.

Der zweite Tag begann für Lateiner und Altgriechen mit einer Übersetzungsaufgabe zum bedeutenden Philosophen und Rhetoriker Cicero. Unmittelbar im Anschluss wurden Aufgabenstellungen für die anschließende Präsentation verteilt: Die Teilnehmer hatten bis nach dem Mittagessen Zeit, ihre Präsentation auszuarbeiten, denn danach musste, für Johanna Prediger teilweise in lateinischer Sprache, vor zwei Juroren präsentiert werden. Zwischendurch wurden in jeder freien Minute, auch noch bis spät abends, die Theaterstücke geprobt. Eine weitere Wettbewerbsaufgabe brachte wieder den Minnesang auf den Plan: Es galt, einen gesungenen Ausschnitt aus dem Nibelungenlied mit den neu erworbenen mittelhochdeutschen Kenntnissen zu verstehen und Fragen teils auf Deutsch, teils in lateinischer Sprache zu beantworten.

Der Freitag startete mit Literaturgesprächen zu einer Lektüre, die die Teilnehmer bereits zu Hause in ihrer für das Bundesfinale gewählten zweiten Wettbewerbssprache gelesen hatten – in Johannas Fall der amerikanische Roman „Sexy“ von Joyce Carol Oates. Hier wurden Gespräche je zweier Teilnehmer von den Juroren bewertet. Nach den Generalproben wurden endlich die selbstgeschriebenen Theaterstücke aufgeführt. „Ist das Kunst oder kann das weg?“ war der Titel des Stückes, das Johanna zusammen mit ihrem sechsköpfigen Team entworfen hatte. Dabei waren neben Latein die Sprachen Englisch, Französisch und Russisch vertreten.

Bevor die Teilnehmer den Ort des Sprachenturniers, das Schloss Siebeneichen, verlassen mussten, stand schließlich die Preisverleihung an und Johanna Prediger wurde mit einem dritten Preis überrascht – überreicht vom Vorsitzenden des Deutschen Altphilologenverbandes, Hartmut Loos. 

Als Verantwortliche des Faches Latein am Gymnasium Groß Ilsede freute sich Dr. Ulrike Bethlehem, die Johanna Prediger durch den Wettbewerb begleitet hatte, ganz besonders: „Wir stellen auch als nicht-altsprachliches Gymnasium seit einigen Jahren regelmäßig Preisträger in bedeutenden Wettbewerben, aber ein dritter Platz im SOLO-Wettbewerb auf Bundesebene ist ein glänzender, hochverdienter Erfolg für ein herausragendes Talent!“

GGI bei der Braunschweiger Filmklappe

Latein lebt – und überzeugt bei der Braunschweiger Filmklappe!

Im Rahmen des Braunschweiger Filmfestivals fand auch in diesem Jahr die mittlerweile elfte Preisverleihung der Braunschweiger Filmklappe statt – und mitten drin die Filmcrew des lateinsprachigen Films „Ira Deorum – der Zorn der Götter“, bestehend aus Dima Bergen, Lilly Gabele, Ronja Hackenberg, Vivien Hofberger, Johanna Prediger, Natascha Rother, und Maurice Schmidt. Das Team hatte bereits im Juni mit selbigem Film beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen überzeugt, dessen Preisverleihung am Gymnasium Groß Ilsede stattfand, und mit einem 2. Landespreis geglänzt.

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Dass Latein auch Nichtsprachler in seinen Bann ziehen und bei einem nicht fremdsprachigen Filmwettbewerb, deshalb mit Untertiteln versehen, mit deutschsprachigen Projekten konkurrieren und sich sogar durchsetzen kann, bewiesen sie mit einem 2. Platz in der Kategorie Klasse 8 – 10. Die Laudatorin der Schülerjury, Maxima Septinus, lobte „Ira deorum“ als eine „Filmproduktion der besonderen Art. Mit Hingabe gespielt, dem Wetter getrotzt, filmsprachlich gewandt und sprachlich außergewöhnlich.“

Zehn Monate lange Arbeit und hunderte von Arbeitsstunden waren in Skript, Drehen (auch an eisigen Adventssonntagen und unter Zeitdruck im APX – Archäologischen Park Xanten) und schließlich in den Schnitt investiert worden. Im Herzen der Produktion: Johanna Prediger – verantwortlich für Idee und Originalskript, Regie und Schnitt. Extra für die Filmklappe holte sich das Team für die technische Aufwertung Unterstützung von Maurice Schmidt, der die Olymp-Szenen des turbulenten Films mit Wölkchen und Spezialeffekten genial aufbesserte.

Letztendlich begeisterte der Film durch Humor, Spannung, abwechslungsreiche Kameraperspektiven, Effekte, liebenswerte Charaktere, Schauspieler mit Herzblut und nicht zuletzt durch den besonderen Dialog in einer ebenso liebenswerten Sprache: Latein.

Und das auch nicht zum ersten Mal: Schließlich hatte das Projekt „Exsecratio Nymphae – Der Fluch der Nymphe“ aus dem letzten Jahr schon einen Sonderpreis für Dialog und Requisite gewonnen!

Wir rufen Euch auf: traut Euch und reicht Filme bei der Filmklappe ein, damit dieser tolle Wettbewerb am Leben gehalten werden kann! 

Gegen Cybermobbing

Wir, die Lehrerinnen und Lehrer des GGI, positionieren uns zu Inhalten, die im Internet veröffentlicht werden. Beleidigungen und unangemessene Bemerkungen jeglicher Art und Weise, sei es über (Mit-) Schülerinnen und (Mit-)Schüler, aber genauso über Lehrerinnen und Lehrer, erachten wir als absolut inakzeptabel
Es ist uns ein wichtiges Anliegen, darauf aufmerksam zu machen, dass alles, was im Internet veröffentlicht wird, dort nachhaltig Bestand hat. 
Selbst sogenannte „Posts“, die grundsätzlich auch wieder gelöscht werden können, können – beispielsweise durch Abfotografieren oder durch andere Möglichkeiten der Speicherung und Verbreitung – in einer unüberschaubaren Menge und innerhalb kürzester Zeit weitergetragen werden.

Somit ist die Reichweite dessen, was im Internet kommuniziert wird, nicht vorherzusehen und vor allem nicht zu kontrollieren. Dieser Tatsache und der damit einhergehenden Verantwortung sollte sich ein jeder und eine jede, der/die Inhalte – ob persönliche Meinungen, Kommentare, Fotos oder anderes – ins Internet stellt, bewusst sein. 
Wir appellieren aus diesem Grund an alle, einen reflektierten und verantwortungsbewussten Umgang mit Äußerungen und Veröffentlichungen auf jeglichen Websites und Plattformen des Internets zu pflegen.

Als Austauschschüler aus den USA zurück am GGI

Gymnasium Groß Ilsede – Erinnerungen von Leon Ball, Austauschschüler aus Tennessee (1966)

Im August 1966 trat ich erstmals in das Gymnasium Groß Ilsede ein. Ich war ein Austauschüler aus Nashville Tennessee in den Vereinigten Staaten. Ich verbrachte das Jahr bei der Familie Rost, die hinter dem Gymnasium wohnten. Der Gastvater war Oberstudienrat am Gymnasium Gross Ilsede und mein Gastbruder, Andreas, ein Mitschüler.

Oft gingen wir sonntags spazieren. Tut man das jetzt auch oder ist das eine verlorene Tradition? Nachmittags mein Blick auf das Gymnasium.

Leider hatte ich fast kein Deutschtraining ehe ich nach Gross Ilsede kam. Daher hatte ich Schwierigkeiten im Klassen. Glücklicherweise waren meine Klassenkameraden freundlich und hilfsbereit. Sie waren einigermassen überrascht, als ich eine 2 in Physikprüfung kurz vor Weihnachten erreichte. Als Folge meiner Anstrengung, um Deutsch zu lernen und mich an die deutsche Kultur anzupassen, habe ich die Herausforderungen verstanden, denen Einwanderer in den USA gegenüberstehen. Ich lebe in Kalifornien, wo 27% der Bevölkerung aus einem anderen Land kommen. Ich wurde in Gymnasium Gross Ilsede begrüßt. Ich hoffe, dass ich etwas für meine deutschen Klassenkameraden beigetragen habe, um die breitere Welt durch ein amerikanisches Kind zu verstehen. Ich weiß, dass die Einwanderer in Kalifornien das für mich tun.

Ich habe wirklich einen einzigen Beitrag geleistet. Ich habe meinen Klassenkameraden Basketball in der neuen Turnhalle beigebracht.

Ich wünsche, ich könnte mich an die Namen meiner Klassenkameraden erinnern, leider habe ich nach 50 Jahren die meisten von ihnen vergessen. Ich hoffe, sie identifizieren sich auf dem folgenden Foto, so dass meine Erinnerung erfrischt wird. Ich bin in der Mitte mit verschränkten Armen. Ich sehe so ernst aus aber manche nannten mich einen Witzvogel.

Meine Klassenkameraden feierten das Ende meines Austauschjahres beim Haus der Familie Rost hinter dem Gymnasium und ein Blick auf das Gymnasium von der gleichen Stelle.

Was war der Höhepunkt des Jahres? Ich würde gerne sagen, dass es etwas aus einem meiner Kurse gelernt hat aber es war das Kochen meiner Gastmutter. Die deutsche Sprache war schwierig, aber jede Mahlzeit, die Frau Rost machte, war hervorragend.

Schulband des GGI

Ob Abiball oder MAGGI (Musik am GGI), die Schulband ist immer mit dabei und lockt mit tanzbarer Musik die Zuhörer von den Stühlen. Bands wie „Green Day“ und „Red Hot Chili Peppers“ werden gecovert, besonders überzeugend sind die eingefügten Solo-Einsätze. Von den 70ern bis zu den 2000ern ist alles mit dabei.
Das Schönste ist: Jeder und jede kann mitmachen, der oder die singen kann oder Instrumente wie Schlagzeug, Gitarre und Bass spielt! 
Die Schulband trifft sich immer am Dienstag nach der sechsten Stunde im kleinen Musikraum (021). Weitere Informationen gibt es bei schulband@gymnasium-gross-ilsede.de.

Erlebnispädagogische Klassenfahrt des 5. Jahrgangs nach Westensee

 

Ins Schwarze getroffen: von Himmelsleitern und Wasserspielen

 

Wie am GGI seit langer Zeit schon gute Tradition, begab sich der 5. Jahrgang auch in diesen Herbst in der Woche nach den Ferien bei goldenem Oktoberwetter auf Klassenfahrt – erstmals nach Schleswig-Holstein in die Jugendherberge Westensee bei Kiel, die dem gesamten Jahrgang einen kuscheligen Platz zum Träumen bot und ihn durch reichlich leckeres Essen Kraft tanken ließ. 

Beides war äußerst nötig, denn das vielfältige Programm – geplant und ausgeführt von den Mitarbeitern von Spielraum Erlebnispädagogik – erforderte Geschick, Konzentration, Mut und allen voran Teamgeist. Und so konnten die begleitenden Lehrkräfte ihre Schützlinge dabei beobachten, wie sie als Klasse von Tag zu Tag enger zusammenrückten, über Lösungsstrategien diskutierten, einander halfen, sich gegenseitig anfeuerten oder einfach miteinander Spaß hatten – etwa beim Erklettern der Himmelsleiter inklusive Abseilen, beim kniffeligen Rätsellösen der GPS-Tour, beim Konstruieren und Zusammenknoten eines Floßes, das danach natürlich zu Wasser gelassen und paddelnd ausprobiert werden musste, beim Überwinden des tückischen Niedrigseil-Parcours oder beim Bogenschießen in bester Robin-Hood-Manier, das im Film doch immer einfacher ausschaut, als es in Wirklichkeit ist. Das Spalten eines Pfeiles gelang nicht. 

Den Abend verbrachte man je nach Neigung sportlich beim Tischtennisspielen, beim kriminalistischen Ermitteln schauriger Black Stories im abgedunkelten Gruppenraum, beim fröhlichen Scherzen mit dem Hausmeister an der Theke des Bistros oder beim ziellosen und lautstark kreischenden Rennen über die Flure, bevor man dann doch müde und erschöpft in die Koje fiel und sich schon auf die Abenteuer des nächsten Tages freute. 

Die Woche verging wie im Flug und nach der Ankunft im heimischen Ilsede – staufrei durch den Elbtunnel und vorbei an riesigen Containerschiffen und unzähligen Kränen im Hamburger Hafen – können alle Beteiligten getrost davon berichten: diese Klassenfahrt war ein wahres Erlebnis. (Brk)

Performance-Botschaften vom Gymnasium Groß Ilsede

Der Kurs Darstellendes Spiel des 11. Jahrgangs bekam am Dienstag, dem 16. Oktober, die einzigartige Möglichkeit, einen Vormittag lang einen Workshop mit sieben Performance- Künstlern aus Asien im Beisein von Herrn Dr. Meyer zu erleben und dabei in die Welt dieser ganz besonderen Kunstform einzutauchen.

Dass vor allem ein gutes Körpergefühl, Balance, Körpersprache und Konzentration eine große Bedeutung haben, erfuhren wir Schüler direkt im ersten Teil des Workshops, als der Kurs in zwei Hälften aufgeteilt wurde und wir zusammen mit jeweils drei oder vier Künstlern verschiedene Übungen gemacht haben. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, die, wie der ganze Workshop, auf Englisch gehalten wurde, machten wir zunächst ein paar Atemübungen. Viele von uns wunderten sich – dass Atmen bei der Performance Art eine so große Rolle spielte, hätten wir nicht erwartet, doch ist das bewusste Atmen eine Methode, den Körper auf die Anforderungen vorzubereiten und sich mental zu fokussieren – schließlich gehen nicht wenige Performances einige Stunden lang (wenn nicht sogar Tage).

Konzentration ist überall gefragt: Jede Bewegung, die wir ausführen sollten, und zwar um einiges langsamer als in der Realität, fiel uns leichter, wenn wir uns mental komplett auf diese eine Bewegung fokussieren, und auch, uns auf sie einzulassen – schließlich setzt man im Alltag nicht jeden Schritt sehr bewusst und zeitlupenmäßig langsam.

Wir lernten: Performance ist das Zusammenspiel von „Head, hearth and hands“. Der Kopf bereitet sich auf die Bewegung vor, die von unserem Herzen geleitet (denn dem Publikum kann man nichts vormachen) und von unseren Händen und dem ganzen Körper ausgeführt wird. Dabei sollte die Botschaft, die man mit seinen Bewegungen dem Publikum mitgeben möchte, vielfältig interpretierbar sein, im Besten Fall Fragen aufwerfen. Dies demonstrierten uns die Künstler, indem sie einem Alltagsgegenstand, zum Beispiel einem Schal, seiner Alltagsfunktion entziehen und sich ihn, anstatt ihn normal um den Hals zu tragen, über den Kopf hängten, ihn mit interessierter Miene betrachteten und hin- und herwendeten, über zwei Menschen stülpten und vieles mehr. Wir bemerkten fasziniert, dass es sofort eine ganz andere Wirkung auf uns hat.

Im zweiten Teil lernten wir einen weiteren, wichtigen Bestandteil der Performance kennen: Die Selbstwahrnehmung, die Kunst sich selbst von außen betrachten und reflektieren zu können: „So wie ich hier stehe, überbringe ich in dieser Körperhaltung die Botschaft, die ich überbringen möchte?“ Dafür setzten wir uns quer verteilt in den Innenhof, nahmen Platz und atmeten immer wieder tief ein und aus. Dabei sollten wir versuchen, uns selbst, so sitzend, aus einer anderen Perspektive zu betrachten – sei es vom Schuldach von oben, aus der Sicht eines Frosches, der zu uns hochschaut, oder aus dem Gang. Dies erforderte erneut viel Konzentration, doch es half tatsächlich, sich selbst besser wahrnehmen zu können und wir alle bekamen ein Gefühl dafür, was wir taten. Mit dieser neu gewonnen Erkenntnis ging es gleich wieder an die Bewegung, denn nach „head and hearth“ kommt „hand“. So gingen wir zunächst wieder betont langsam durch den Innenhof, beschleunigten aber unseren Gang dieses Mal jedoch immer wieder, bis wir schließlich durcheinanderliefen. Danach hieß es allerdings wieder herunterkommen und sich in der Stille auf eine minimale Bewegung zu konzentrieren oder auch in einer Position eine Minute lang einzufrieren.

Dies galt als Vorbereitung für eine kleine, zweiminütige Performance, die wir allein oder zu zweit am Schluss in der Aula performen durften. Dabei endschieden sich beinahe alle für den „Loop“, eine sich über einen bestimmten Zeitraum ständig wiederholende Bewegung. Dort konnten wir zeigen, was wir gelernt hatten – sich auf die eine Bewegung zu fokussieren, sie kontrolliert auszuführen und sich quasi dieser Sache hinzugeben.

Am Ende des Vormittags hatten wir alle die Basics der Performance Art verinnerlicht und konnten nachvollziehen, was wir am Anfang vielleicht komisch fanden. Doch die Künstler waren sich sicher: „Je öfter ihr mit Performance Art in Berührung kommt, desto mehr werdet ihr euch trauen, von den Basics abzuweichen und zu zeigen, was alles möglich ist“.

Für uns war dieser Workshop auf alle Fälle eine großartige und inspirierende Erfahrung, von der wir alle viel mitnehmen konnten, schließlich lernten wir nicht nur die Performance Art, sondern auch die Kultur der Künstler näher kennen. Wir danken den Künstlern für ihren interessanten Workshop und ihre Offenheit für Fragen aller Art, aber auch Herrn Dr. Meyer der dieses Erlebnis überhaupt für uns ermöglichte und uns und die Künstler den Tag über begleitet hat.

Exkursion des Musikkurses zur Musikhochschule Hannover

Musikkurs auf großer Bühne

Am 16.10.2018 war es nun soweit: Nach dem Besuch zweier Studentinnen der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) im Rahmen des Schulprogramms „Zu Gast im Klassenzimmer“ reiste der Musikkurs des 11. Jahrgangs zum (weltbedeutendsten) Joseph-Joachim-Violinwettbewerb nach Hannover an, um die Wettbewerbskandidaten William Lee (Taiwan) und Xiaoxuan Shi (China) in der 2. Vorrunde live zu erleben. Ausgestattet und gut vorbereitet mit einem eigenen Bewertungsbogen, der sich an den Kriterien der höchstrangig besetzten Jury orientierte, verfolgten die 13 SchülerInnen hochkonzentriert und mit kritischem Ohr (und Auge) die Darbietungen der Werke Beethovens, Wieniawskis und Saint-Saens’. Auch die Geigerin Viktoria Henke, die den Kurs zuvor im Unterricht besucht hatte, kam eigens dazu und beantwortete anschließend noch weitere Fragen der SchülerInnen.

Nach mehr als einer Stunde großer Geigenkunst gab es selbst auf dem Rückweg zum Bahnhof weitere anhaltende Gespräche, Meinungsbilder, Fragen.

Fazit: Ein großartig gelungenes Projekt, bei dem die SchülerInnen die seltene Chance hatten, klassische Musik, dargeboten von fast noch Gleichaltrigen, auf allerhöchstem Niveau „haut- und ohrnah“ zu erleben.

Violinwettbewerb am GGI

„Zu Gast im Klassenzimmer“

Als eine von 40 Schulen landesweit war das Gymnasium Groß Ilsede ausgewählte Schule zur Teilnahme am Programm „Zu Gast im Klassenzimmer“ im Rahmen des bedeutendsten Joseph-Joachim-Violinwettbewerbs in Hannover. In diesem Zusammenhang bekam der Musikkurs des 11. Jahrgangs von zwei Studentinnen der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Besuch.

Bestens vorbereitet erhielten die SchülerInnen nicht nur Antworten auf viele Interviewfragen an die Geigerin Viktoria Henke, die so einen sehr spannenden Einblick in das Leben künftiger Profi-Musiker gab. Neben der sehr charmanten und schülernahen Moderation von Marie Hohlbein zeigte Viktoria Henke auch sehr gekonnt und überzeugend viele beeindruckende Beispiele für das Violinspiel vom Barock bis zur Romantik, abgerundet durch das Pflichtstück des Violinwettbewerbs, die „Romanze für Violine und Klavier“ von Joseph Joachim, die sie mit Musiklehrer Klaus Henneicke zu Gehör brachte. Leider reichten die zwei Schulstunden nicht aus, dass alle Fragen der SchülerInnen gestellt werden konnten. „Die Veranstaltung mit den beiden jungen Damen war sehr spannend. Man hat Einblicke bekommen, wie dieses Leben aussehen kann und was es für Schwierigkeiten gibt. Nicht zu Letzt war es noch einmal atemberaubender zuzuhören und einmal in echt zu sehen, wie sie auf der Violine gespielt hat.“, so Konstantin von Lützow. „Ich empfand das Interview als tolle Erfahrung und freue mich schon auf unseren Besuch in Hannover“, ergänzt Dominik Lambrecht. Am 16. Oktober ist der Musikkurs dann eingeladen, den Wettbewerb in der Musikhochschule in Hannover live zu verfolgen.

Cambridge-Zertifikate für GGI-Schüler*innen

„Wir haben das Cambridge Zertifikat!“
 Ilseder Gymnasiasten feiern ihre Erfolge in englischer Sprachprüfung 

Nach einer einjährigen Vorbereitungszeit im Rahmen einer schulischen AG, der erfolgreichen Absolvierung der Prüfungen und bangem Warten auf die Ergebnisse aus Cambridge war es jetzt endlich soweit: Oberstufenkoordinator Herr Niemeyer und Englischlehrerin Frau Grolle gratulierten den erfolgreichen Absolventen im Rahmen einer Ehrung in der Aula des Gymnasiums und überreichten ihnen, zusammen mit einer englischen Rose als Zeichen der Anerkennung, das ersehnte Cambridge First Certificate in English. Dieses renommierte Zertifikat bescheinigt den Absolventen Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens und wird  von zahlreichen Firmen und Universitäten weltweit als Qualifikationsnachweis anerkannt. Drei Teilnehmer meisterten die Anforderungen sogar in besonderem Maße und wiesen in den Prüfungen ein Sprachniveau nach, das bereits der zweithöchsten Kompetenzstufe C1 entspricht. Neben einer etwa 15-minütigen Prüfung mussten die Prüfungskandidaten eine mehrstündige schriftliche Prüfung absolvieren, die das Hörverstehen, Leseverstehen, Schreiben und den korrekten Sprachgebrauch der Kandidaten testete.

„Vor allem bei der Sprechprüfung war ich sehr nervös. Jedoch war diese gar nicht schlimm und die Muttersprachler waren sehr offen und nett und haben auch sehr langsam geredet, sodass man alles verstehen konnte“, kommentiert Evelyn Pasyuk die mündliche Prüfung. Und Amelie Rischmüller ergänzt: „Die schriftliche Prüfung fand ich deutlich anspruchsvoller als den mündlichen Teil. Besonders schwierig fand ich es, in der sehr kurzen Zeit die Lese- und Hörverstehensaufgaben zu lösen“.  „Und dann war der Tag da, an dem wir online unser Ergebnis anschauen konnten“, berichtet Julia Rathing. „Ich wollte erst gar nicht schauen, was ich habe, da ich zu große Angst davor hatte, dass ich nicht bestanden habe. Aber als ich dann das gute Ergebnis sah, war ich sehr glücklich und stolz.“  Gratulation an alle erfolgreichen Absolventen: Muriel Bank (B2), Erik Ehbrecht  (B2), Tim Fritz (C1), Lilly Gabele (B2), Ronja Hackenberg (B2), Vivien Hofberger (B2), Johanna Krause (B2), Paula Moews (C1), Evelyn Pasyuk (B2), Julia Rathing (B2), Raphael Reinsch (B2), Amelie Rischmüller (B2), Jaqueline Simon (B2), Fin-Malte Suchopar (B2), Laura Stajer (C1).