Zurück in die Zukunft – ganz ohne DeLorean und Fluxkompensator

Vor über acht Jahren unterbreiteten mir Oberstufenschüler meines Seminarfachs die Idee, im 3. Projektsemester mit zwei 5. Klassen eine Zeitkapsel zu befüllen. Die Idee stieß auf mein Gefallen, zumal ich selbst zu diesem Zeitpunkt Klassenlehrer der 5.1 war, sodass die Planung – erst skizzenhaft, dann konkreter – vorangetrieben wurde. Die Fünftklässler sollten Briefe an ihr Ich in der Zukunft schreiben, darüber hinaus wurden Videobotschaften aufgenommen. Feierlich wurden die Zeitkapseln beider Klassen im Innenhof zwischen der Realschule und dem Gymnasium verbuddelt und mit einem Zeitmarker versehen.

Am Freitag vor den Osterferien, am letzten Präsenztag des 13. Jahrgangs am GGI, quasi am Ende der Zeit, wurden nun die Zeitkapseln, die all die Jahre in der Erde geschlummert hatten, voller Vorfreude geborgen. Doch dann setzte leider die große Enttäuschung ein. Die Zeitkapseln waren leer. Lediglich eine luftdicht eingeschweißte Teilnehmerliste war den Kassetten zu entnehmen. 

Waren Zeitdiebe am Werk? Unwahrscheinlich. Das Zeitportal wies keine Beschädigungen auf. Haben Zeitwächter den Inhalt vor dem Zahn der Zeit in Sicherheit gebracht? Wahrscheinlich. Daher die Bitte, lieber Zeitwächter, wenn du dies hier liest, bitte melde dich bei Doc Emmet Brown, ach nee, Herrn Brinkmann.

Eine kleine Zeitreise gab es aber doch. Die mitgebrachten Klassenfotos aus der 5. Klasse sorgten für so manchen Schmunzler. Kinders, seid ihr groß geworden. Für das anstehende Abitur euch und allen Schülerinnen und Schülern eures Jahrgangs viel Erfolg. Auf in die Zukunft.

Carsten Brinkmann

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Zeitkapsel

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